15.01.2024

Warnung vor dem Betreten von Eisflächen

Handlungsempfehlungen:

  • Erklären Sie Ihren Kindern die Gefahren durch Betreten von Eisflächen.
  • Eine Eisdecke ist erst ab mindestens ca. 15 cm Dicke tragfähig.
  • Besondere Vorsicht ist bei Steganlagen, Schilf, Brückenpfeilern und ähnlichen Objekten geboten.
  • Lassen Sie Kinder zu jeder Jahreszeit nicht unbeaufsichtigt in die Nähe von Gewässern.
  • Einsetzendes Tauwetter kann die Tragfähigkeit sehr schnell beeinträchtigen.
  • Betreten Sie keine Eisflächen von fließenden Gewässern.
  • Wasserpfützen und Verfärbungen am Eis können Hinweis auf brüchige Stellen sein.

Verhalten im Notfall/Unfall:

  • Alarmieren Sie sofort die Feuerwehr über die 112!
  • Ist die Eisfläche nicht begehbar, warten Sie auf die Einsatzkräfte – begeben Sie sich nicht selbst in Lebensgefahr.
  • Nähern Sie sich der eingebrochenen Person nur liegend mit maximaler Auflagefläche. Wenn vorhanden nutzen Sie Hilfsmittel.
  • Vorsicht direkt an der Einbruchsstelle.
  • Reichen Sie der eingebrochenen Person etwas zum Festhalten wie Äste, zusammengeknotete Kleidungsstücke, Hundeleinen, etc.

Woran kann man erkennen, ob man auf eine Eisfläche gehen kann?

Grundsätzlich gilt an erster Stelle immer, Betretungsverbote zu beachten. Ein häufiges Problem ist aber, dass die Stärke und damit die Tragfähigkeit von Eisflächen von vielen Menschen falsch eingeschätzt wird. Bei stehenden Gewässern wird es erst ab mindestens fünfzehn Zentimetern sicher. Dabei ist es trotzdem wichtig zu wissen, dass die Eisdicke und die Tragfähigkeit durch verschiedene Einflüsse signifikant verringert werden können.

Welche zum Beispiel?

Das können Lufteinschlüsse in den Eisflächen sein oder Pflanzeneinschlüsse im Eis, Strömungen durch Zu- und Abflüsse im Gewässer. Aber auch Menschen herbeigeführte Öffnungen oder Schwächungen der Eisfläche, Sonneneinstrahlung, verschneite Oberflächen.

Sollte man dennoch eine Fläche betreten – was ist dabei zu beachten?

Das Betreten von Eisflächen erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. Insbesondere auf natürlichen Gewässern ist die Eisstärke oft schwer einzuschätzen und kann örtlich stark variieren. Man muss sehr aufmerksam sein. Man sollte nicht alleine sein und wirklich nur Flächen betreten, bei denen man sich zu 100 Prozent sicher ist, dass sie dick genug sind. Sollte die Fläche beim Betreten knacken und/oder Risse aufweisen, oder gar schwallweise Wasser auf die Oberfläche treten, muss man zügig ans Ufer zurück. Dabei ist es ratsam, sich flach hinzulegen und Richtung Ufer zu robben. Damit ist das Gewicht besser verteilt.

Was passiert, wenn man doch einbricht?

Klar muss jedem sein, der eine Eisfläche betritt, dass im Falle des Einbrechens der Körper in wenigen Minuten unterkühlt und dann zu ertrinken droht. Ein Eisunfall ist also immer lebensbedrohlich.

Welche Möglichkeiten hat man noch, sich selbst zu retten?

Sollte man einbrechen, ist es wichtig, die Arme schnell auszubreiten. So kann man das Untertauchen verhindern. Anschließend sollte man das Eis in Richtung Ufer brechen, bis ein stabilerer Bereich erreicht ist. Dann muss man versuchen, sich auf die Eisoberfläche zu rollen.

Wie reagiere ich, wenn ich von Land aus beobachte, dass jemand eingebrochen ist?

Unbedingt sofort die Notrufnummer 112 wählen. Wasserwachten und Rettungsdienste sind darauf vorbereitet, in solchen Situationen schnell und effektiv zu helfen. Die Zeit spielt eine erhebliche Rolle. Sollten Rettungsring oder Rettungsleine vorhanden sein, werfen Sie diese von einem sicheren Standort zur Einbruchstelle. Alternativ kann man der eingebrochenen Person vom Ufer aus beispielsweise einen Stock oder Schal reichen und sie damit aus dem Wasser ziehen. Bei einer weiter entfernten Einbruchstelle, muss man sich am Ufer gut mit einem Seil absichern und zur betroffenen Person robben. Eine Leiter kann helfen, das Gewicht auf dem Eis zu verteilen und vor einem eigenen Einbruch zu schützen. Aber: Die eigene Sicherheit ist immer oberstes Gebot.

Was macht man, wenn man jemanden aus dem Wasser gerettet hat?

Die gerettete Person sollte schnellstmöglich an einen warmen Ort gebracht werden. Dann muss die nasse Kleidung schnell ausgezogen und die Person bestenfalls in warme Decken eingewickelt werden. Ist der Verunfallte bewusstlos, atmet aber normal, sollte man ihn in die stabile Seitenlage bringen. Bei nicht normaler Atmung oder Kreislaufstillstand beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Also 30 Mal Herzdruckmassage, 2 Mal Atemspende im Wechsel. Das so lange wiederholen, bis der Rettungsdienst da ist oder die Person wieder zu Bewusstsein kommt.

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