Informationen des Bürgermeisters (Dezember 2012)

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Auswertung Änderung Abwasserbeseitigungskonzept für den oberen Teil von Leukersdorf
(Bürgerbefragung vom August 2012)
 
Wie bereits in der letzten Ausgabe des Gemeindeblattes (Nr. 11) angekündigt, wird im Nachgang die Presseerklärung des ZWW zur Bürgerbefragung vom August 2012 zur Änderung des Abwasserbeseitigungskonzeptes für den oberen Teil von Leukersdorf (Druckentwässerung) abgedruckt, welche der Gemeindeverwaltung so übermittelt wurde:
 
„Für den oberen Ortsteil von Leukersdorf stellte der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) am 11.06.2012 in der Sportgaststätte Leukersdorf als Alternative zur Errichtung von privaten vollbiologischen Kleinkläranlagen ein Konzept  der zentralen Druckentwässerung vor. Dieses vorgestellte Konzept basierte auf dem Bau  eines zentralen Schmutzwasserdruckentwässerungssystems mit Kläranlage durch den ZWW, bei dem jeder Grundstückseigentümer auf seine Kosten eine Hauspumpstation  zu errichten hätte.
Da die Meinungen zum Konzept der Druckentwässerung zur Informationsveranstaltung auseinander gingen, führte die Gemeindeverwaltung Jahnsdorf in Absprache mit dem ZWW im August 2012 eine Befragung aller betroffenen Einwohner des oberen Ortsteiles  von Leukersdorf durch. Dabei wurden insgesamt 204 Grundstückseigentümer befragt.
Nach Auswertung aller Fragebögen wurden im Oktober folgende Ergebnisse festgestellt:
- 44 Eigentümer (21,6 % aller Befragten) stimmten uneingeschränkt für die zentrale Druckentwässerung.
- 41 Eigentümer (20,1 % aller Befragten) stimmten mit Bedingungen für die Druckentwässerung oder lehnten sie nicht generell ab.
- 78 Eigentümer (38,2 % aller Befragten) stimmten gegen die zentrale Druckentwässerung.
- 41 Eigentümer (20,1 % aller Befragten) gaben keine Rückmeldung ab.
Damit stimmten nur insgesamt 41,7 % aller befragten Grundstückseigentümer uneingeschränkt oder mit Bedingungen  für das Konzept der zentralen Druckentwässerung des ZWW.
Da der ZWW zur Informationsveranstaltung am 11.06.2012 bekannt gab, dass er das  zentrale Druckentwässerungssystem nur bei Zustimmung einer deutlichen Mehrheit der Grundstückseigentümer (ca. 80 %) aus wirtschaftlichen Gründen umsetzen wird, ist  festzustellen, dass der ZWW dieses Konzept zukünftig nicht weiter fortführen wird. Somit  wird der obere Ortsteil von Leukersdorf perspektivisch über private vollbiologische  Kleinkläranlagen entwässert. Über Fördermöglichkeiten von  vollbiologischen Kleinkläranlagen im Zeitraum 2013 bis 2015 informiert der ZWW über Telefon 03774/144–115.

ZWW 
Schwarzenberg“
 
Volkstrauertag

Der Volkstrauertag fand in diesem Jahr am 18. November statt. Eingeführt wurde er durch  den 1919 gegründeten Volksverbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an  die Kriegstoten des 1. Weltkrieges. Nicht „befohlene“ Trauer war das Motiv, sondern das  Setzen eines nicht übersehbaren Zeichens der Solidarität derjenigen, die keinen Verlust zu  beklagen hatten, mit den Hinterbliebenen der Gefallenen. Nach 1945 und der  Zwecknutzung des Volkstrauertages zum Heldengedenktag in der SS-Zeit wurde dieser  nach Gründung der Bundesrepublik erneut vom Volksbund eingeführt. Nach einer  Übereinkunft zwischen der Bundesregierung, den Ländern und großen Glaubensgemein- schaften wurde der Termin auf den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr gelegt.

Im Zuge der Vorbereitungen auf den diesjährigen Volkstrauertag bin ich auf folgende  Worte von Hannelore Nuß, stellv. OB in Rheinfelden-Baden,  gestoßen:

„Man stelle sich  vor, dass jeder der geht, ein Licht mitnimmt, sodass es allmählich  dunkler wird. Von 1914 bis 1918 gingen weltweit 7 Millionen Lichter aus. Von 1939  bis 1945  waren es 55 Millionen und in den Folgejahren in unzähligen Auseinander- setzungen wieder 40 Millionen Menschenleben, die geopfert wurden. Ist es noch nicht dunkel genug geworden auf dieser Welt?“

volkstrauertag_foto2Daher ist es aus meiner Sicht wichtig, an diesem Tag bewusst der vielen Toten und Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken. Denn auch für Deutschland gilt, es ist nicht  selbstverständlich, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.

Im Rahmen der Veranstaltung am Ehren- und Mahnmal in Seifersdorf wurde auch deshalb  ein neuer  Gedenkstein enthüllt mit der Inschrift: „Den Opfern der Naziherrschaft und  des 2. Weltkrieges sowie in Gedenken an das Leid der Gewaltherrschaft nach  1945“. Diese Gedenkplatte wurde von Herrn Volker Beier aus Leukersdorf gefertigt  und zu einem großen Teil bezuschusst, wofür ich mich im Namen der Gemeinde  Jahnsdorf/Erzgeb. und des Dorfvereins Seifersdorf Erzgebirge e. V. recht herzlich bedanken darf.

volkstrauertag_foto1Bei den Bläsern der Landeskirchlichen Gemeinschaft Leukersdorf möchten wir uns ebenfalls recht herzlich für ihre musikalische Umrahmung in Seifersdorf und Pfaffenhain an diesem Tag bedanken.

Ich würde mir wünschen, dass auch in Pfaffenhain mehr Bürger der Einladung zu dieser  kleinen Gedenkveranstaltung im nächsten Jahr folgen und damit ein Zeichen für den nach wie vor kostbaren Frieden in unserem Land und in Europa setzen würden.






Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet, insbesondere Wohngebiet Seifersdorf

Für das Jahr 2013 und Folgejahre ist vorgesehen, einen größeren Teil unseres Straßenbeleuchtungsnetzes im Gemeindegebiet (ca. 900 Leuchten) umzurüsten und damit zu erneuern. Nach einer durch die EnviaM geförderten Bestandsanalyse erarbeiten wir gerade mit einem Planungsbüro einen Maßnahmeplan, um die älteren Leuchtmittel auszutauschen. Dies kann zum einen ein Ersatz durch LED-Lampen sein bzw. zum anderen  auch durch alternative energieeffizientere Leuchtmittel.
Auf der Neuen Gasse im OT Leukersdorf soll (ebenfalls durch die EnviaM gefördert) eine  LED-Teststrecke entstehen. Hier wollen wir die Effizienz und Wahrnehmbarkeit des  LED-Lichtes erst einmal testen, um dann für zukünftige andere Maßnahmen im Gemeindegebiet Erfahrungen zu sammeln.
Für das Neubaugebiet Seifersdorf ist separat vorgesehen, zwei komplett neue Ringleitungen zu verlegen, da das bisherige Kabelnetz sehr störanfällig ist und teilweise unter Bebauungen verläuft. Zudem sollen auch hier die Leuchten mit neuen Leuchtmitteln versehen sowie die Straßenbeleuchtungsmasten saniert werden, um die Qualität der Straßenbeleuchtung zu verbessern.

Hallenbrand in Leukersdorf/Seifersdorf in der Nacht vom 21. zum 22.10.2012

Ergänzend zu dem Artikel im letzten Gemeindeblatt („An alle Bürger“) möchte ich auch  nochmals diese Ausgabe dafür nutzen, mich bei allen Kameradinnen und Kameraden unserer Ortswehren Jahnsdorf, Leukersdorf und Pfaffenhain für ihren Einsatz - nicht nur in dieser Nacht, sondern auch an den Tagen danach - aufrichtig zu bedanken, dass Tage danach ein erneuter Einsatz erforderlich wurde, da sich das Stroh wieder entzündet  hatte und viele Kameraden schon an die Grenzen ihrer Kräfte gekommen waren.
Unser Dank gilt auch der Bäckerei Seifert, der Hofschänke Jahnsdorf und Frau Leichsenring (nah & gut) für die unkomplizierte Bereitstellung von Verpflegung. Insbesondere Kerstin und Detlef Voigt von der Sportgaststätte Leukersdorf haben  kostenlos in der Brandnacht die Versorgung der Feuerwehrkammeraden überhaupt  gewährleistet. Mein Dank gilt auch Christine Böhm, welche als 2. stellv. Bürgermeisterin  in dieser Nacht und den darauffolgenden Tagen fast pausenlos im Einsatz war, um die  Gemeinde Jahnsdorf zu vertreten.  
Wie Sie wissen, wurde die Belohnung auf insgesamt 10.000 € erhöht. Unser Dank gilt  auch der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge und der Agrargenossenschaft MAVEK,  die sich an dieser Summe beteiligt haben. Jedem Bürger unserer Gemeinde bleibt es  jedoch unbenommen, diesen Betrag durch Spenden – auch wenn sie kleinerer Natur sind – weiter aufzustocken. Hierrüber würden wir uns sehr freuen!
Wir wissen, dass die Kriminalpolizei wirklich ihr Möglichstes tut. Vielen Dank für die vielen Hinweise, die eingegangen sind. Jedem Hinweis wird ernsthaft nachgegangen. Wir  wissen auch, dass die Polizei sowohl mit Zivil- als auch mit Einsatzfahrzeugen abends  und nachts bei uns Streife fährt. Auch nochmals: es gilt erhöhte Aufmerksamkeit für alle  und die gemeinsame Hoffnung, dass diese Brandstiftungen bald ein Ende haben.

Erweiterungsbau für die Zahnarztpraxis Dr. Dr. Andreas Pohl

Wie es im OT Jahnsdorf nicht entgangen sein dürfte, baut die Zahnarztpraxis Dr. Dr. Pohl an das bestehende Gebäude an. Am 23. November 2012 fand dann schließlich auch das  Richtfest statt. Mit der Kombination von Alt- und Neubauten werden optimale Behandlungsmöglichkeiten für Patienten und moderne Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region geschaffen. Der neue Baukörper soll die moderne Gestaltung des vorhandenen  Firmengebäudes fortsetzen und sich zudem mit der Weiternutzung des älteren Bestandsgebäudes dennoch in die vorhandene Gebäudestruktur des OT Jahnsdorf einfügen. Aus  meiner Sicht ist dies gelungen. Wir freuen uns, dass neben einem nicht unerheblichen Eigenmitteleinsatz auch hier aus dem Fördermittelbudget der Integrierten Ländlichen Entwicklung Gelder nach Jahnsdorf geholt werden konnten.
Ich wünsche der Bauherrin Dr. Carmen Pohl und Dr. Dr. Andreas Pohl sowie dem Team der Zahnarztpraxis alles Gute für die Zukunft.
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Richtfest Neubau/Erweiterungsbau Kinderkrippe Jahnsdorf

Am 8. November 2012 fand gemeinsam mit Erziehern, Eltern und Kindern, welche die  Kita „Sonnenschein“ in Jahnsdorf besuchen, sowie mit den bauausführenden Firmen und Planungsbüros und den Mitarbeitern des Sachbereiches Bau das Richtfest zum Neubau/ zur Erweiterung der Kinderkrippe in Jahnsdorf statt. Um den steigenden Bedarf an Krippenplätzen und dem ab dem Jahr 2013 anstehenden Anspruch auf einen Krippenplatz gerecht zu werden, ist es der Gemeinde Jahnsdorf gelungen, noch Bundesfördermittel aus dem Bundessondervermögen „Kinderbetreuungsaufbau“ über das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend in Höhe von 293.460 € zu generieren. Auch der Erzgebirgskreis beteiligte sich mit Haushaltsmitteln in Höhe von 29.346 € an dieser Investition. Die Gesamtkosten betrugen 541.000 €. Die Fördermittelquote gesamt beträgt  76 %, dies entspricht einem Betrag von 322.806 €. 24 % der Gesamtkosten trägt damit die Gemeinde allein.
Es ist ein schöner Neubau mit insgesamt zwei neuen Räumen entstanden, wovon sich einer – je nach Bedarf – in einen Gruppen- oder Mehrzweckraum umfunktionieren lässt.  Der andere große Raum soll Mehrzweckraum bleiben. Platz wird für insgesamt max. 20 Kinder geschaffen.
Wir hoffen, dass die neuen Räume der Einrichtung so zeitig wie möglich im ersten Halbjahr 2013 zur Verfügung gestellt werden können, damit auch die wartenden Eltern ihre Kinder in diese Einrichtung bringen können.
Natürlich freuten sich die Kinder der bestehenden Einrichtung, nachdem sie uns ein  schönes Programm aufgeführt hatten, viele kleine Nägel in einen symbolischen Balken  einzuschlagen. Aber auch Frau Steiner, die tatsächlich mit dem Zimmermann auf das Dach gestiegen war, zeigte Talent und hatte Spaß daran, den richtig großen Nagel in Holz einzuschlagen.
Wir freuen uns auf den Neubau und damit die Erweiterung der Einrichtung in Jahnsdorf.
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Michaelis, Bürgermeister

Informationen zur Hochwasserschadensbeseitigung in unserer Gemeinde

Im Jahnsdorfer Amtsblatt vom September 2012 berichteten wir über die derzeit an- stehenden Baumaßnahmen zur Hochwasserschadensbeseitigung  in den Ortsteilen  Jahnsdorf, Leukersdorf und Seifersdorf. Den größten Schaden am Bach hatte das August- Hochwasser 2010 in Leukersdorf angerichtet, so dass dort auch die meisten Baustellen anzutreffen waren. Jetzt kann festgestellt werden, dass alle begonnenen Maßnahmen plan- mäßig abgeschlossen wurden. Durch die Firma Zettl Bau GmbH aus Aue-Alberoda  wurden die Baumaßnahmen im Bereich Leukersdorf, Oberer Ort, Böschung bei Edeka,  die Brücken Am Landwarenhaus und Alte Gasse, der Bachbereich zwischen Alter Gasse  und Autobahn sowie unterhalb der Brücke B 169 unter teilweise schwierigen Witterungs-  und Zufahrtsbedingungen durchgeführt. Das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen  lassen.
In Jahnsdorf wurde die Zufahrt zu den Grundstücken Meinersdorfer Straße 19 – 27 mit  Verbundpflaster ausgebaut. Es ist eine Straße entstanden, die sowohl die Steigung als auch die Anpassung an die vielen vorhandenen Grundstückszufahrten berücksichtigt.  Auch hier konnte die Firma Fachcenter Garten und STL-Bau aus Hauptmannsgrün die  Arbeiten rechtzeitig vor dem Winter abschließen.
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Tosbecken im Leukersdorfer Bach unterhalb´der Brücke B 169

Zufahrt zu den Grundstücken Meinersdorfer Straße 19 - 27

Bedanken möchten wir uns insbesondere bei den beiden Baufirmen, Firma Zettl Bau GmbH aus Aue-Alberoda und Fachcenter Garten und STL-Bau GmbH aus  Hauptmannsgrün, die die Bauarbeiten fach- und termingerecht fertiggestellt haben sowie  bei allen Anwohnern und Grundstückseigentümern (auch bei den bereits abgeschlossenen  Maßnahmen), die viel Verständnis für die Beeinträchtigungen aufbrachten.
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Gemeinde Jahnsdorf/Erzgeb., Sachbereich Bau