Doppelt Grund zur Freude - Freistaat fördert Grundschule Jahnsdorf

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Mit einem Weihnachtsgeschenk der besonderen Art wurde am 12. Dezember die Gemeinde Jahnsdorf/Erzgeb. bedacht. Knapp zwei Wochen vor der traditionellen Bescherung erging der Fördermittelbescheid der Sächsischen Aufbaubank für den 2. Bauabschnitt zur brandschutztechnischen Ertüchtigung der Grundschule an die Gemeinde Jahnsdorf. Diese Zuwendung in Höhe von 212.000 Euro wird aus Landesmitteln „Schulische Infrastruktur“ gestellt. In diesem zweiten Bauabschnitt wurden in den Herbstferien 2016 zur Abtrennung des Treppenhauses und der notwendigen Rettungsflure bereits Alu-Glas-Elemente sowie dicht- und selbstschließende Türen installiert.

Weiterhin wurden einzelne vorhandene Wände und Treppen neu errichtet bzw. mit Brandschutzplatten verkleidet, um den erforderlichen Feuerwiderstand sicherzustellen. Für das nächste Jahr ist die Erneuerung der Brandmelde- bzw. Hausalarmanlage geplant, zusätzliche Sicherheitsbeleuchtung wird nachgerüstet. Weiterhin sollen die Deckenbauteile im Treppenhaus und in den notwendigen Fluren mit einer Gipskartonfeuerschutzbeplankung ertüchtigt und Deckendurchführungen mit Brandschotten versehen werden. Der Gesamtumfang des 2. Bauabschnittes beläuft sich auf knapp 565.000 Euro.

Bereits mit der Genehmigung zum vorzeitigen Vorhabenbeginn konnten wir auf entsprechende Anträge und wiederholte Nachfragen und Bitten mit Unterstützung unseres Landtagsabgeordneten Herrn Rico Anton einen kleinen Teilerfolg erzielen, da ein Baubeginn anderenfalls zum Förderausschluss geführt hätte.
Nachdem wir Mitte des Jahres aufgrund der Überzeichnung des Förderprogramms – kurz: zu viele Anträge und zu wenig Geld im Freistaat – kurz vor der Ablehnung unseres Antrages standen, freue ich mich jetzt umso mehr, dass es uns gemeinsam durch nachhaltiges Bemühen gelungen ist, das Kultusministerium für die spezielle Situation in unserer Gemeinde zu sensibilisieren. Bereits 2015 stand der 1. Bauabschnitt schon einmal kurz vor dem Aus der Finanzierung durch den Freistaat; auch damals gelang es aus Rückgabemitteln einen Teil der Förderung zu erhalten. Zugeständnis damals: Aufteilung der Baumaßnahme in zwei Abschnitte, um so die Kosten auf zwei Jahresscheiben (im Haushalt des Freistaates) aufzuteilen.
Ich denke, dass Kultusministerium hat unter Würdigung der besonderen Umstände – wir reden hier von einer bereits im Vorjahr begonnen Sanierungsmaßnahme in einer Schwerpunktschule für Kinder mit Migrationshintergrund (sog. DaZ-Schule) - bei unserem Projekt, die Notwendigkeit erkannt, die Finanzierung entsprechend abzusichern. Dafür und für die äußerst professionelle Abwicklung seitens der Sächsischen Aufbaubank bin ich sehr dankbar. Mit dieser Finanzierungszusage können wir dann auch im dritten Jahr weiterbauen und dann schlussendlich einen deutlich höheren Schutz der Kinder und Lehrer bei einem Brandfall gewährleisten.